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Hacker und Knacker an der SiMu'14 

Link: Bericht als PDF (386KB)

Die Siaxma AG, in deren Firmenslogan „Wir spinnen“ steht, ist immer wieder für eine Überraschung gut. Dass sie an ihrer eigenen, im Zweijahres-Rhythmus stattfindenden Hausmesse für Sicherheits- und Zeitmanagement regelmässig mit wegweisenden Neuheiten aufwartet, ist in Fachkreisen bekannt. Dass man aber professionellen Hackern und Schlösserknackern eine Bühne gibt, braucht gesunde Neugier und eine Prise Spitzbübigkeit.

Natürlich ging alles mit rechten Dingen zu und her, natürlich gehören die Referenten zu den „Guten“ im Geschäft. Mit ihrer Arbeit zeigen Dr. Timo Kasper, Steffen Wernéry und Arthur Meister die Schwachstellen in mechanischen und elektronischen Sicherheitssystemen auf und ermöglichen es Herstellern wie auch Gesetzeshütern, ihre Arbeit besser zu machen. Kasper erforscht als Dozent an der Ruhr-Universität und als Unternehmer die Sicherheitslücken von kontaktlosen Zutrittssystemen. Sein Befund ist eindeutig: „Es gibt nichts Unknackbares. Man kann nur den Aufwand für den Angreifer erhöhen.“ Anhand von verschiedenen Fallstudien erläuterte der Referent, dass selbst gesicherte Funk-Systeme unter Umständen weniger sicher sind als ein gutes mechanisches Schliesssystem.

Virtuelles Geld gedruckt

Kasper liess keinen Zweifel daran, dass er auf seinem Gebiet eine Koryphäe ist. Unter anderem ist es ihm gelungen, bargeldlose Zahlungssysteme zu knacken und seine Karte nach Belieben mit Geld aufzuladen. Nur zu Testzwecken, versteht sich, und mit anschliessender Aufklärung des betroffenen Mensa-Betreibers. Auch die unterhaltsame Vorführung am zweiten SiMu-Tag war ganz dem nicht-kriminellen Überwinden von Sicherheitsschranken gewidmet. Steffen Wernéry, Gründungsmitglied des legendären Chaos Computer Clubs und sein Begleiter Arthur Meister, Privatdetektiv und ein Meister des zerstörungsfreien Schlösserknackens, öffneten reihenweise mechanische und mechatronische Schliessvorrichtungen – ohne Schlüssel selbstverständlich. „Offen ist gut, schnell offen ist besser“, lautet ein Credo der Sportsfreunde der Sperrtechnik – Deutschland e.V., jenes Vereins, den Wernéry und Meister mitgegründet haben. Sie beraten u.a. die Polizei und die Industrie.

Was kann Siaxma dagegen tun?

Auch wenn die Gastgeber nicht auf jeden dieser „Angriffe“ eine Lösung parat haben (müssen), so arbeiten sie konsequent mit den neusten auf dem Markt erhältlichen Produkten und entwickeln ihre Software in engem Austausch mit Kunden und Sicherheitsfachleuten weiter. Kein Zufall also, wenn für die Türsteuerung ausschliesslich LEGIC advant-Technologie und phg-Leser mit Crypt Protokoll zum Einsatz kommen. Die kapazitativen Leser wie auch die ganzen Installationen sind konstruktiv auf das absolute Minimum reduziert und dadurch noch sicherer.

Schleuse mit Master und Slave

Auch die neuste Generation von SPS-Steuerungen erlaubt den Bau von schlanken, kostengünstigen Zutrittskontrollsystemen nach dem Master-/Slave-Prinzip. Nur noch ein KomPro als Master und mehrere SPS-Steuerungen als Slaves werden zu leistungsstarken Netzwerken, zum Beispiel für einfache Schleusen mit bestehenden Türen. Überhaupt pflegt Siaxma ihre Produktpolitik konsequent, Bestehendes mit Neuem verknüpfen zu können. Das ist in der Branche nicht selbstverständlich und hat der Oensinger Sicherheitsfirma über die Jahre grossen Respekt eingebracht.

Leihgaben-Management als Teil der Ausweiserstellung

Den höchstmöglichen Sicherheitsstandard verwendet Siaxma auch bei ihren Ausweisen bzw. Badges. Die CTC 4096 ist das Topmodell von LEGIC und funktioniert mit advant- wie auch prime-Technologie. Ein Highlight im Rahmen der webbasierten Ausweiserstellung ist die neue Leihgabenfunktion, die z.B. gleich während der Erfassung von neuen Mitarbeiterinnen eingesetzt wird. Mit wenigen Klicks werden Schlüssel, Fahrzeuge, Handys oder Laptops mit der Ausweisnummer verknüpft, der „Lagerbestand“ automatisch aktualisiert und verschiedene Reports generiert, die den maximalen Überblick über das wertvolle Firmeneigentum gewährleisten. Ausserdem können pro Mitarbeiter Zeugnisse, Zertifikate und weitere Dokumente hinterlegt werden, die für die Berufsausübung und den Arbeitgeber unerlässlich sind.

Plädoyer für die Zeiterfassung

Das Referat am dritten Messetag drehte sich um das hoch aktuelle Thema der zeit- und ortsunabhängigen Arbeit. Prof. Dr. Hartmut Schulze von der Fachhochschule Nordwestschweiz fasste seine Ausführungen so zusammen: „Mobil-flexible Arbeit und Home Office – ja, aber richtig!“ Die Schweiz ist diesbezüglich recht fortschrittlich. Dennoch wünschen sich Arbeitnehmende klarere Abmachungen. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Vermeidung der typischen Überlastungserscheinungen und zum Selbstmanagement ist laut Hartmut Schulze die Zeiterfassung, sei dies als einfaches „Tagebuch“ oder als professionelle Software, wie sie Siaxma anbietet. Hier liegt die SiMu-Veranstalterin mit der neuen, selbsterklärenden iPhone-App voll im Trend hin zum beweglichen, „selbstständigen Angestellten“.

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News

Fachmesse für Zeit und Sicherheit vom 8. - 10. Juni 2016

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